Übersicht der verschiedenen Stiche

Juki NähmaschinenModerne Nähmaschinen sind echte Allround-Talente. Sie unterstützen Sie in unterschiedlichen Bereichen und tragen dazu bei, dass sich das Nähergebnis durchaus sehen lassen kann. Besonders wichtig hierfür sind die unterschiedlichen Stiche, die bei der Nähmaschine eingestellt werden können. Neben klassischen Gerad- und Zickzack-Strichen weisen die meisten Maschinen einen teils großen Fundus verschiedener anderer Stiche auf. Diese haben nicht immer nur das Ziel, einen Stoff zusammenzunähen, sondern werden häufig auch als Zierstich bezeichnet. Die wichtigsten Sticharten werden Ihnen hier vorgestellt.

Die klassischen Stich-Arten

Übersicht der verschiedenen SticheNeben den klassischen Stich-Arten gibt es bei vielen Nähmaschinen auch unterschiedliche Zierstiche, die nicht nur gut aussehen, sondern meist auch eine bestimmte Aufgabe erfüllen. Wenn Sie gern mit unterschiedlichen Zierstichen wie beispielsweise

  • dem Waben- oder
  • dem Fagottstich

arbeiten wollen, müssen Sie darauf achten, welche Sticharten die von Ihnen ausgewählte Nähmaschine besitzt. Ein Vergleich ist in diesem Fall immer lohnenswert.

Geradstich Der klassische Geradstich kommt immer zum Einsatz, wenn Sie einen oder zwei Stoffe zusammennähen wollen. Außerdem wird er zum Absteppen von Stoffen genutzt.
Dreifach-Geradstich Hierbei handelt es sich um eine verstärkte Form des Geradstichs. Er kommt zum Einsatz, wenn die Nähte extra stark und haltbar sein sollen. Auch verstärktes Absteppen ist mit diesem Stich möglich
Heftstich Der Heftstich ist eigentlich ein typischer Handnähstich. Er wird eingesetzt, um Stoffe behelfsmäßig zusammenzunähen. Auch viele Nähmaschinen sind in der Lage, diesen Stich durchzuführen. Er kann anschlie0end leicht mit einem Nahttrenner wieder entfernt werden.
Zickzack-Stich Der Zickzack-Stich ist ein sehr vielfältiger Stich, der unterschiedliche Einsatzgebiete hat. Hierzu gehören:

  • Das Versäubern von kanten
  • Verstärken von Nähten
  • Nähen von elastischen Nähten
  • Befestigung von Spitzeneinsätzen

Er kann sowohl im Hinblick auf Länge als auch Breite individuell verstellt werden. Je schmaler der Zickzack-Stich ist, desto dehnbarer ist er.

Dreifach-Zickzack-Stich Der verstärkte Zickzack-Stich gilt in den meisten Fällen als Ziernaht, die beispielweise beim Absteppen zum Einsatz kommt. Außerdem kann er genutzt werden, um Säume schön abzuschließen.
Raupenstich Dieser Stich kommt in erster Linie bei verschiedenen Lochstickereien zum Einsatz. Er sieht wie ein zusammengeschobener Zickzack-Stich aus.
Drei-Step-Zickzackstich Auch hierbei handelt es sich um einen Zickzack-Stich, der allerdings ganz genaue Aufgaben hat:

  • Stopfen von Rissen
  • Aufsetzen von Flicken
  • Aufnähen von Gummibändern
Stretch-Drei-Step-Zickzackstich Der Stretch-Stich hat die gleichen Aufgaben wie der einfache Drei-Step-Stich. Darüber hinaus kann er auch für dekorative Stiche genutzt werden.

Übersicht der beliebtesten Zierstiche

Wabenstich Ein Zierstich, der vor allem bei elastischen Stoffen und Säumen zum Einsatz kommt. Aufgrund der wabenförmigen Anordnung kann dieser Stich als besonders flächig bezeichnet werden.
Fagottstich Dieser Stich kommt zum Einsatz, wenn zwei unterschiedliche Stoffe aneinander genäht werden – beispielsweise bei Patchwork-Arbeiten.
Hexenstich Der Hexenstich ist ein außerordentlich elastischer Zierstich, der auch vorrangig bei elastischen Stoffen eingesetzt wird.
Blindstich Dieser besondere Zickzack-Stich kommt zum Einsatz, wenn Säume und Stoffkanten umnäht und verziert werden sollen. Wie es der Name schon vermuten lässt, sind Blindstiche sozusagen unsichtbar.

Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Sticharten

  • einige Stiche sind hervorragend geeignet zum Umnähen von Säumen und Stoffkanten
  • andere eher zum Kombinieren zweier Stoffe
  • mit dem falschen Stich kann die Haltbarkeit des Produktes beeinträchtigt werden

Wie stelle ich eine Stichart ein?

Das Schöne an modernen Nähmaschinen ist, dass Sie nach Belieben zwischen verschiedenen Sticharten wechseln können. Hierzu muss meist nur das entsprechende Rad an der Maschine verstellt werden. Je nachdem, welchen Stich Sie dabei auswählen, kann über das Rad auch die Breite der Stiche festgelegt werden.

Wichtig: Jede Stichart erfordert eine andere Fadenspannung. Beachten Sie dies unbedingt, wenn Sie vermeiden wollen, dass der Faden immer wieder reißt. Wildes Hin- und Herwechseln zwischen den unterschiedlichen Arten wird dementsprechend nicht empfohlen (und ist in den meisten Fällen auch überhaupt nicht nötig).

Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Sticharten kann überaus spannend sein und Ihnen völlig neue Möglichkeiten eröffnen. Probieren Sie sich deshalb ruhig mal mit einem Stoffrest aus und bringen Sie in Erfahrung, was alles in Ihrer Nähmaschine steckt. Diese kann nämlich mit großer Sicherheit mehr als nur Gerad- und Zickzackstiche.

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