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Einfache Übungen mit der Nähmaschine für Anfänger

Juki NähmaschinenWie heißt es so schön? Aller Anfang ist schwer. Das muss allerdings nicht sein. Wenn Sie Näh-Einsteiger sind und sich erst einmal an die Materie herantasten wollen oder müssen, dann ist es immer ratsam, wenn Sie mit ein paar einfachen Übungen beginnen. Diese vereinen gleich mehrere Vorteile in sich: Sie erklären Ihnen die Funktionsweise einer Nähmaschine, zeigen, welche Handgriffe notwendig sind und schulen Ihre Fähigkeiten auf eine spielerische Weise. Unterschiedliche Einsteiger-Übungen können in verschiedenen Schwierigkeitsstufen durchgeführt werden und steigern damit Ihre Kenntnisse Stück für Stück. Welche einfachen Übungen besonders empfehlenswert für den Einstieg sind, verraten wir Ihnen hier.

Die Geschirrtuch-Übung

Einfache Übungen mit der Nähmaschine für AnfängerSicherlich haben Sie zuhause ein altes Geschirrtuch mit Karomuster, welches Sie entbehren können. Dieses Stück Stoff eignet sich nämlich hervorragend, um erste Gehversuche mit der Nähmaschine zu wagen. Nutzen Sie das Muster des Tuches, um verschiedene Linien „nachzuzeichnen“.

Probieren Sie unterschiedliche Stich-Arten und -größen aus und versuchen Sie auch, mal schneller, mal langsamer zu nähen. Im Laufe der Zeit sollten Sie außerdem darauf achten, dass Ihre Bewegungen immer fließender werden. Versuchen Sie, so wenig wie möglich ins Stocken zu kommen, wenn Sie eine gerade Linie nähen.

Die Papier-Übung

Gerade Linien sind die Grundlage. Nun geht es weiter mit welligen und zickzackförmigen. Alles, was Sie hierfür brauchen, ist ein Blatt Papier (alternativ ein Stoffrest) und ein Filzstift. Malen Sie mit dem Stift unterschiedliche Linien auf das Papier und legen Sie dieses anschließend auf Ihre Arbeitsfläche. Nun versuchen Sie wieder, die unterschiedlichen Strichführungen mit der Nähmaschinennadel zu verfolgen. Auch hier gilt es wieder, so wenig wie möglich anzuhalten und einen fließenden sowie gleichmäßigen Näh-Stil zu entwickeln.

Die Stoff-Übung

Wenn die grundlegenden Dinge beherrscht werden, sollten Sie als nächstes den Umgang mit verschiedenen Stoffarten trainieren. Das ist besonders wichtig, wenn Sie beabsichtigen, Kleidungsstücke zu nähen. Während die einen Stoffe nämlich eher statisch sind, weisen andere eine hohe Elastizität auf. Diese Eigenschaften sind sehr wichtig und müssen beim Nähen beachtet werden.

So üben Sie den Umgang mit verschiedenen Stoffen:

Tipp Hinweise
Stoffreste
  • Suchen Sie so viele unterschiedliche Stoffreste wie möglich zusammen (Eine gute Gelegenheit, um den Kleiderschrank mal wieder auszumisten)
  • Schenken Sie sehr elastischen Stoffen besonders viel Beachtung (diese werden sehr oft zur Herstellung von Kleidungsstücken wie T-Shirts und Kleidern genutzt)
Sticharten Probieren Sie verschiedene Sticharten aus und schauen Sie sich genau an, was diese mit dem Stoff machen

Tipp: Beim Experimentieren können Sie auch gleich das Versäubern verschiedener Stoffe üben. Hierbei kommt der klassische Zickzackstich zum Einsatz. Wird dieser gründlich und gleichmäßig durchgeführt, ist die Stoffkante perfekt versäubert und kann nicht mehr „austroddeln“ ( = Fäden ziehen).

Die Abstand-Übung

Abstände einhalten ist eine wichtige Fähigkeit, die Sie als Näh-Fan beherrschen müssen. Vor allem beim Einhalten der Nahtzugabe kommt es darauf an, dass der Abstand immer gleich ist. Um dies zu erlernen, ist es gut, wenn Sie mehrere Nähte auf einem Stoffrest machen und dabei versuchen, diese so parallel wie möglich anzuordnen. Das gelingt Ihnen am besten, wenn Sie sich beim Nähen der ersten Naht an der Stoffkante orientieren und bei jeder weiteren auf die benachbarte Naht schauen.

Vor- und Nachteile der Übungen für Nähmaschinen-Anfänger

  • ideal zum Einstieg
  • fördern die Kreativität und Sicherheit beim Nähen
  • erfordern Geduld beim Üben

Die erste Praxis-Übung

Sie können nicht länger warten und wollen endlich ein echtes Produkt mit Ihrer Nähmaschine erschaffen? Kleine Kissen, die komplett geschlossen sind, sind das perfekte Einsteiger-Projekt. Hierbei gilt es in erster Linie, gerade und gleichmäßige Nähte zu machen und dabei möglichst sauber zu arbeiten. Nachdem Sie drei Seiten vernäht haben, kann die Füllung, beispielsweise Watte, zum Einsatz kommen. Anschließend kann das Kissen komplett verschlossen werden. Reißverschlüsse oder Knopfleisten sind zwar wesentlich praktischer, aber für Sie als Anfänger noch zu schwer. Das kleine Kissen, das Sie genäht haben, kann beispielsweise als Nadelkissen zum Einsatz kommen. Auch Kinder werden sich darüber freuen, wenn sie damit ihren Puppenwagen ausstaffieren können.

Tipp: Wenn Sie unbedingt einen waschbaren Kissenbezug nähen wollen, sollten Sie als Anfänger einen Hotelverschluss ausprobieren. Dieser sorgt dafür, dass der Kissenbezug ineinander geschlagen wird und das Kissen dadurch nicht herauskommen kann.

Es ist vollkommen normal, dass Ihre ersten Gehversuche mit der Nähmaschine unsicher und holprig sein werden. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich mit verschiedenen Übungen herantasten und ausprobieren, was Ihnen liegt und wo es noch Nachholbedarf gibt. Die Übungen sind außerdem eine gute Gelegenheit, um Ihre Nähmaschine noch besser kennenzulernen. Experimentieren Sie ruhig mit dieser herum, probieren Sie verschiedene Einstellungen und Stiche aus und überprüfen Sie, wie sich diese auf unterschiedliche Stoffarten auswirken. Nur so können Sie das nötige Gespür entwickeln und im Laufe der Zeit immer besser werden.

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